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Der am 13. August 1911 in Kongsberg (NOR) geborene Birger Ruud gilt als einer der weltbesten Skispringer der Vorkriegszeit. 1931, 1935 und 1937 wurde er Weltmeister im Springen von der Normalschanze. Bei den olympischen Winterspielen 1932 und 1936 gewann er jeweils die Goldmedaille im Springen von der Normalschanze außerdem war er auch Olympiazweiter. 1934 hielt er den Weltrekord im Skispringen mit 94 m. Birger Ruud gilt außerdem als Wegbereiter des modernen Skispringens
Ruud feierte nicht nur im nordischen Skisport Erfolge, sondern zeigte sich auch in den alpinen Wettbewerben erfolgreich. So belegte er bei den Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen, wo nur die Kombination aus Abfahrt und Slalom ausgetragen wurde, als bester Abfahrer den vierten Rang.
Während des zweiten Weltkriegs verweigerte Ruud aus Protest gegen die deutschen Besatzer, die sich gern mit seiner Popularität geschmückt hätten, alle Starts zu offiziellen Anlässen. Stattdessen veranstaltete er mit Freunden eigene Springen. Daher wurde er ab 1943 im Konzentrationslager Grini bei Oslo inhaftiert und erst kruz vor Kriegsende wieder freiegelassen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg startete er 1948 im Alter von 36 Jahren noch einmal bei olympischen Winterspielen und gewann die Silbermedaille von der Normalschanze.
Bei der Eröffnung der 17. Olympischen Spielen 1994 in Lillehammer sollte Ruud die olympische Fahne hissen. Er erlitt jedoch vor der Zeremonie einen Herzinfarkt und wurde ins Krankenhaus gebracht.
Am 13. Juni 1998 starb Birger Ruud im Alter von 87 Jahren. In seiner Geburtsstadt Kongsberg steht eine heute eine Bronzestatue von ihm.